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marilies jagsch
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Marilies Jagsch – Obituary for a lost mind (Asinella Records/Hoanzl 2008)

Ein lang erwartetes Debutalbum erwartet verwöhntes Publikum im Februar 2008: die in Wien lebende Oberösterreicherin Marilies Jagsch, die sich schon durch eine Reihe von viel beachteten Liveauftritten (u.a. gemeinsam mit Juli Zeh im Rabenhof) in der erste Reihe der hiesigen SongwriterInnen eingefunden hat, mit „Obituary For A Lost Mind“.

12 Songs voll Dunkelheit, immer aber mit Licht am Horizont. Eine
eindringliche Stimme, zeitlos wie Melanie (Safka), heutig wie PJ Harvey – und eine zurückhaltend anmutende Instrumentierung, die doch immer wieder für Überraschungen gut ist und in symphonische Ebenen abhebt. Acoustic als vorgebliche Stilrichtung, die jedoch die elektrische Gitarre nicht minder schätzt und entsprechend ansteckend erklingen lässt.

Der Musikjournalist Chris Duller meint über Marilies Jagsch:„Sie ist mehr als nur ein Geheimtipp, und die schmerzhaft-schöne Unmittelbarkeit ihrer Stimme läßt niemanden kalt: Mit zerbrechlicherIntensität, impressionistischer Klanginszenierung, einer faszinierenden Formensprache zwischen profunder Kammermusikalität und zart träufelndem Modernismus gilt Marilies Jagsch nach nur wenigen Auftritten als hell leuchtender neuer Stern am heimischen Songwriter-Himmel. Wer Marilies Jagsch noch nicht kennt, muss sie entdecken!“An den Instrumenten findet sich ein kleines Who is who der spannenderen Indie-Szene dieses Landes: Unter der Leitung vom Münchner Produzenten Kalle Laar, der als Klangkünstler macht, was er machen soll – die Künstlerin klingen lassen, wie sie klingt – tröpfeln die Beats von B. Fleischmann („Concrete Garden“), perlen die Tasten von Clara Luzia-Sideman und Producer Alexander Nefzger, kracht und bebt die Gitarre von Ernst Molden („Ghosts“), vervollständigt Konstantin Jagsch am Bass – und bauen die halben A Life, A Song, A Cigarette faszinierende Orchesterminiaturen (Stephan Stanzel voc & slide guit, Daniel Grailach drums, Lukas Lauermann cello). Auch ein feines Banjo (Christina Hubauer) und das Vibraphon von Gernot Scheithauer (Liger) mischen sich dazwischen, immer aberlassen die MusikerInnen den Raum für die Protagonistin – und den nimmt Marilies Jagsch mit großem Atmen und enormer Kraft.

http://myspace.com/marilies

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