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Death Disco, Brachial Chansons und Morbid- Rock. Ob mit elektronischem Gewimmer, basslastigen Gewummer, oder, wie letztens beim FM4 Protestsongcontest, angetan mit Staubsauger, Kochtopf und Megaphon - Squishy Squid hat sich dem Diktum verschrieben „Musik zu machen die fetzt“. Das muss nicht weh tun, das soll aber unter die Haut gehen. Sängerin Darling singt mal Deutsch mal Englisch. Wirft sich voller Wut der Langeweile einer gesicherten Existenz entgegen, singt desperat über Liebe, Wasserleichen und den Mond, während ihr zwei Bässe; Keyboard und Schlagzeug den Rücken frei halten. Keine Gitarre? Keine Gitarre. Leute, glaubt uns, es ist trotzdem Rockmusik. Squishy Squid: Jeunesse desolée, Tentacles of Love. Zwei Mädels und drei Jungs, gekommen die Welt zu erobern.

Das erste Album: ihr ganzer Stolz. Die Band hat alles selbst produziert, designt, abfotografiert, gespielt, gefühlt. Benannt nach einem Roman der französischen Autorin Françoise Sagan und nach dem allgemeinen Unwohlsein, das die Sängerin der Band ergreift, wenn die Häuserwände dieser Welt ihren Träumen die Farbe nehmen. „Ich wollte ein Lied schreiben, das meine Frustration zum Ausdruck bringt“, meint Darling. „Später, als das Lied schon längst draußen war, hab ich zufällig auf einer Party von Ideal „Erschießen“ gehört. Bonjour Tristesse ist mein „Erschießen“- oder vielleicht mein „Heroin“(Velvet Underground). Aber ich glaube fest daran dass Rock’n’Roll uns alle retten wird.“

Squishy Squid malen die Welt knallbunt. Mit ganz viel Liebe, Baby.

http://www.myspace.com/squishysquidband

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